Anstatt mich auf meine eigene Geschichte zu konzentrieren, möchte ich Mädchen und Frauen, die versuchen, schwanger zu werden, einige Ratschläge mit auf den Weg geben. Warum? Weil mir niemand solche Ratschläge gegeben hat. Ich musste alles selbst herausfinden, mich Schritt für Schritt durchkämpfen und verlor dabei nach und nach meine Energie, meinen Optimismus, meine Lebensfreude und mein Selbstwertgefühl. Darüber hinaus verlor ich zunehmend die richtige Perspektive, denn irgendwann wurde mein Wunsch nach einem Kind zu einer Obsession …
Am Anfang macht sich niemand von uns große Sorgen, wenn es nicht sofort klappt. Wir hören auf Menschen, die uns sagen, wir sollten unseren Lebensstil ändern, Stress reduzieren, uns gesund ernähren und Überarbeitung vermeiden. Das sind durchaus sinnvolle Ratschläge. Aber sie reichen nicht immer aus.
Mädels, wenn ihr schon seit einiger Zeit erfolglos versucht, schwanger zu werden, lasst einige grundlegende Untersuchungen durchführen – Hormonwerte, Ovulationstests, eine Samenanalyse beim Partner und so weiter. Das tut nicht weh und kostet nicht viel. Euer Arzt wird euch dabei begleiten. Aber wartet nicht zu lange. Ich habe auf diese Weise mein erstes Jahr verloren, weil es hieß: „Es ist noch genügend Zeit, und es gibt keinen Grund zur Sorge.“ Wenn alle Ergebnisse normal sind und ihr trotzdem nicht schwanger werdet, fragt nach dem nächsten Schritt – nach weiteren diagnostischen Untersuchungen, mit denen beispielsweise verschlossene Eileiter oder Endometriose erkannt werden können, wie es bei mir der Fall war.
Und hier noch ein weiterer Rat: Geht nicht ständig von einem Arzt zum nächsten. Sucht euch eine gute Kinderwunschklinik, in der ihr alles an einem Ort erledigen könnt. Ein Gynäkologe, der in eurer Stadt einen ausgezeichneten Ruf genießt, muss nicht unbedingt auf die Behandlung von Unfruchtbarkeit spezialisiert sein. Selbst mit den besten Absichten kann es passieren, dass Medikamente verschrieben werden und dann einfach abgewartet wird, was passiert. Auf diese Weise habe ich weitere Jahre und viel Geld verloren. Ich war bei angesehenen Spezialisten und zahlte enorme Summen für Behandlungen. Und das Ergebnis? Nichts.
Schließlich fand ich den inzwischen verstorbenen Professor Karasek, einen wunderbaren und freundlichen älteren Endokrinologen. Ich hatte im Internet Informationen über ihn gefunden, und das wurde zum Wendepunkt. Er ordnete die notwendigen Hormonuntersuchungen an – sie wurden im Krankenhaus durchgeführt und kosteten mich daher nichts – und überwies mich fast sofort an den jungen, aber wunderbaren Professor Sieroszewski. Er führte eine Laparoskopie durch und sagte mir, ich solle so schnell wie möglich nach Białystok fahren. Zu diesem Zeitpunkt wusste ich bereits, dass ich auf natürlichem Weg nicht schwanger werden konnte.
Warum an einen Ort, der so weit von meinem Wohnort entfernt war? Nach Ansicht des Professors, dem ich inzwischen vollkommen vertraute und der mich später während meiner gesamten Schwangerschaft hervorragend betreute, gab es in Białystok HERVORRAGENDE Spezialisten und im Vergleich zu anderen Städten relativ NIEDRIGE Preise.
In Białystok erfuhr ich nach der Auswertung meiner Ergebnisse und den zusätzlich erforderlichen Untersuchungen, dass IVF meine einzige Möglichkeit war. Zu diesem Zeitpunkt war ich bereits so verzweifelt, dass ich wahrscheinlich allem zugestimmt hätte.
Es funktionierte beim ersten Versuch.
Ich konnte es nicht glauben. Ich wusste, dass IVF keine Erfolgsgarantie bietet, und mittlerweile hatte ich angefangen zu glauben, dass es vielleicht bei allen anderen funktionieren könnte – nur nicht bei mir. Und trotzdem … es hat geklappt.
Mädels, unter meinen Freundinnen, die ebenfalls Schwierigkeiten hatten, ein Kind zu bekommen, wurden letztendlich nur zwei nicht Mutter. Eine gab irgendwann auf, während die andere sich von ihrem Mann trennte, der mit der Situation nicht länger zurechtkam. Kämpft weiter für euren Traum. Vertraut den Ärzten in Kinderwunschkliniken. Wenn sie euch relativ früh sagen, dass möglicherweise eine IVF notwendig sein wird, geht nicht automatisch davon aus, dass es ihnen nur um euer Geld geht. Manchmal möchten sie euch einfach unnötige Enttäuschungen ersparen und verhindern, dass ihr wertvolle Zeit verliert.
Habt keine Angst vor IVF – ich selbst hatte große Angst davor. Die mit der Behandlung verbundenen Beschwerden waren nichts im Vergleich zu allem, was ich zuvor bereits durchgemacht hatte. Vertraut ihnen. Sie möchten wirklich helfen. Ich habe keinerlei persönliches Interesse daran, jemanden zu einer IVF-Behandlung oder zur Wahl der Klinika Bocian zu bewegen. Ich habe all das einfach selbst erlebt und weiß, was es bedeutet.
IVF ist mit erheblichen Kosten verbunden. Doch was man dafür möglicherweise erhält, lässt sich mit Geld nicht messen.
Hört nicht auf Menschen, die euch sagen, ihr müsst einfach aufhören, an ein Baby zu denken, euch entspannen, und dann wird es schon passieren. Man kann es nicht einfach vergessen oder diese Gedanken abschalten. Denkt nicht, dass ihr deshalb irgendwie weniger wert seid. Macht euch keine Vorwürfe, wenn ihr auf Freundinnen neidisch seid, die schwanger geworden sind, selbst wenn ihr ihnen zuvor von Herzen die Daumen gedrückt habt. Neid ist unter solchen Umständen eine ganz normale menschliche Emotion.
Isoliert euch nicht von anderen Menschen und versteckt eure Gefühle nicht. Ich habe genau das getan, und es hätte mich beinahe in eine Depression geführt. Es gibt so viele Frauen, die genau das durchmachen, was ihr gerade erlebt. Denkt nicht, dass ihr die Einzigen seid, die Angst haben und sich hilflos fühlen. Wir alle haben uns schon so gefühlt …
Mädels, ich hatte die Hoffnung wirklich verloren. Ich war überzeugt davon, mein Leben ohne Kind verbringen zu müssen …
Und heute habe ich eine wunderbar verrückte, selbstbewusste achtjährige Tochter. Heute erhellt ein kleiner Sonnenschein jeden einzelnen Tag meines Lebens, und sie ist dank dieser „Wundertäter“ bei mir – denn ehrlich gesagt weiß ich nicht, wie ich sie sonst nennen sollte. Ohne die Ärzte der Klinika Bocian wäre meine Tochter heute nicht bei mir.
Hört nicht auf den Unsinn, dass Kinder, die durch IVF gezeugt wurden, irgendwie anders seien. Nun ja, eigentlich … sind sie es. Sie sind klug, aufgeweckt, ehrgeizig und wunderschön. Und gesund. Genau so ist meine Tochter – willensstark und kontaktfreudig, gleichzeitig aber sensibel und einfühlsam.
Die Medizin hat mir geholfen. Menschen haben mir geholfen – Menschen, für deren Existenz auf dieser Welt ich immer dankbar sein werde.